Die Tourismusbranche Luxemburgs hat im Jahr 2025 eine beeindruckende Widerstandsfähigkeit und starkes Wachstum gezeigt, wobei die internationalen Ankünfte auf einen Anstieg von 2–3% im Vergleich zum Vorjahr hindeuten. Das Großherzogtum hat einen komplexen globalen Kontext erfolgreich gemeistert, europäische Reisetrends im Frühling und Herbst übertroffen und seine Position als Wahlziel für anspruchsvolle Reisende gefestigt. Diese solide Leistung stützt sich auf einen starken Hotelbereich, eine exzellente Online-Reputation und eine Reihe strategischer Initiativen, die ein vielfältiges internationales Publikum begeistert haben.
Marktdynamik: Schwung bei Schlüsselmärkten
Die italienischen und französischen Märkte waren entscheidend für den Erfolg dieses Jahres und verzeichneten ein markantes Wachstum von 32% bzw. 19% in den ersten zehn Monaten 2025. Dieser Besucheranstieg unterstreicht die wachsende Wertschätzung für Luxemburgs einzigartige Mischung aus kulturellem Erbe, urbanem Charme und natürlicher Schönheit. Obwohl der niederländische Markt leicht nachgelassen hat, zeichnet sich insgesamt ein gesundes Wachstum ab, mit Prognosen für 2026, die anhaltenden Zuwächse bei den wichtigsten europäischen Märkten erwarten. Die Nachfrage nach Campingplätzen hat sich auf hohem Niveau stabilisiert, und die Nächte in Kurzzeitvermietungen sind um geschätzte 6% gestiegen (Januar bis September).
Hotelbranche: Solide Leistung trotz Gegenwinden
Die Hotellerie war ebenfalls ein Eckpfeiler der positiven Entwicklung 2025, mit einem deutlichen Anstieg des Umsatzes pro verfügbare Zimmer (RevPAR) um 3%. Die Belegungsraten sind in den ersten zehn Monaten auf ein gesundes Niveau von 75% gestiegen und bestätigen die anhaltende Stärke der Nachfrage nach Übernachtungen. Trotz dieser ermutigenden Zahlen stehen Hoteliers vor erheblichen Herausforderungen: hohen Betriebskosten, anhaltenden Personalmängeln und dem Druck steigender Qualitätsansprüche. Dennoch hat der Sektor eine bemerkenswerte Anpassungsfähigkeit bewiesen – der Anteil der Hotels, die Investitionen verschieben mussten, ist gegenüber dem Vorjahr gesunken und signalisiert einen vorsichtigen Zuwachs an Zuversicht.
Digitale Präsenz: Eine herausragende Online-Reputation
Die Online-Reputation Luxemburgs ist zu einem seiner wertvollsten Assets geworden. Der Net Sentiment Index des Landes – ein zentraler Indikator dafür, wie positiv eine Destination in Online-Gesprächen wahrgenommen wird – erreichte im Oktober beeindruckende 87 von 100 Punkten, deutlich vor dem europäischen Durchschnitt. Dieses positive Sentiment wird durch enthusiastische Erwähnungen kultureller Entdeckungen, Events, Schlossbesuche, Naturerlebnisse und Slow Travel angeheizt. Gleichzeitig zählt Luxemburg zu den europäischen Spitzenzielen hinsichtlich der wahrgenommenen Nachhaltigkeit und festigt damit sein Image als zukunftsorientierter, verantwortungsvoller Ort zum Reisen.
Ausblick: Zuversicht für 2026 und darüber hinaus
Die Aussichten für 2026 sind eindeutig positiv, mit einem prognostizierten Wachstum der internationalen Ankünfte um rund 2%, gefolgt von einer weiteren Beschleunigung 2027. Dieses Wachstum wird durch die anhaltende Rückkehr des Langstreckenreisens, starke Nachfrage aus Belgien, den Niederlanden und Italien, den wachsenden Reiz von „Coolcations“ und Slow Travel sowie eine klare Nachfrage nach authentischen, preiswert attraktiven Stadt- und Naturaufenthalten getrieben. Besonders der deutsche Markt bietet großes Potenzial, da immer mehr Deutsche Reisen als hohe Priorität nennen und über ausreichend Zeit und Mittel für Kurzreisen das ganze Jahr über verfügen. Gleichzeitig spielen sich veränderte Reiseverhalten – von höherer Preissensibilität bis zu häufigeren, aber kürzeren Reisen – Luxemburgs Stärken zu: Nähe, leichte Erreichbarkeit und hohe Lebensqualität.
Luxemburg startet ins neue Jahr mit soliden Grundlagen: einem wettbewerbsfähigen und anpassungsfähigen Unterkunftssektor, einer starken digitalen Reputation und einem Besuchsangebot, das perfekt zu den aktuellen Wünschen europäischer Reisender passt. Darauf aufbauend ist das Großherzogtum bestens positioniert, nicht nur die Gewinne von 2025 zu sichern, sondern seinen Kurs als eines der faszinierendsten kleinen Reiseziele Europas fortzusetzen.